HERKUNFT

Die gebirgige, ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan liegt im Herzen Zentralasiens zwischen China und Kasachstan und ist seit 1991 unabhängig. Das Filzen von Shyrdaks ist in Kirgistan seit Jahrhunderten eine hoch entwickelte Tradition.

Die Kirgisinnen im Norden des Landes lernen die alte Tradition von ihren Müttern. Junge Frauen ziehen oft lieber in die Hauptstadt Bishkek. Wenn sie aber eine Möglichkeit sehen, mit diesem alten Kunsthandwerk Geld zu verdienen, so pflegen sie es – in Heimarbeit – weiter. Andernfalls verbleibt es bei den Müttern und Grossmüttern in den Dörfern. Sie nähen, wann immer nicht gesät, gehegt oder geerntet wird. Jede Meisterin zeichnet und schneidet die Ornamente, die sie mit dem Kulturgut ihres Volkes verbindet, in den Filz. Voller Stolz signiert sie auf der Unterseite jeden fertigen Teppich. Die Bedeutung des Handwerks und das Geld, das es einbringt, stärkt ihre soziale Stellung. Shyrdaks waren ein Hauptelement der Aussteuer für junge Familien. Der Tourismus, die UNESCO-Aufwertung zum „Welterbe" und Kunden im Westen helfen mit, dass die einzigartige Technik nicht vergessen wird und heute gar ein Revival erleben kann. 

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